WDR präsentiert Serious Game SeCom 2.0

Am Computer für den Hochwasser-Ernstfall üben – wie das funktioniert, zeigt ein Beitrag der Lokalzeit aus Köln über das Serious Game SeCom 2.0.

Im Rahmen der Vorlesung „Flood Risk Management“ von Professor Heribert Nacken, Leiter des UNESCO Lehstuhls für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management und des Lehr- und Forschungsgebiets Ingenieurhydrologie an der RWTH Aachen University, erprobten Studierende das Errichten der Hochwasserschutzmauern entlang des Rheins in Köln – und mussten feststellen, wie viel schnell Zeit, Ressourcen und Arbeitskraft verbraucht sein können, bevor die Schutzwände stehen. „Oh Gott, ich habe schon 38 Millionen (Euro) Schaden“, erklärte ein Teilnehmer, während seine Kommilitonin am Computer nebenan mitansehen musste, wie bereits zwei Stadtteile überflutet werden.

In der Computersimulation SeCom 2.0 wird Köln je nach ausgewähltem Szenario von Hochwasserwellen bedroht. Die Spielerinnen und Spieler sitzen in der Hochwasserschutzzentrale und koordinieren den Einsatz von Material, Personal und Transporteinheiten. Dabei lernen die Bau- und Umweltingenieurinnen und -ingenieure nicht nur, „woran beim Hochwasserschutz alles gedacht werden muss“, wie sie in einem Fazit erklärten, sondern auch, welche Probleme noch auftreten können, etwa, wenn eine Schutzwand endlich steht, aber das Wasser durch die Kanaldeckel drückt.

Professor Nacken, der das Spiel gemeinsam mit anderen Universitäten entwickelte, unterstrich den Lernerfolg durch Serious Games: „Wenn man fachliche Inhalte auf spielerischer Ebene vermitteln kann, wird das sehr gerne und gut angenommen.“