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Schüleruni der Bau- und Umweltingenieure: Eine Woche Universitätsluft schnuppern

Wie wird man eigentlich Bauingenieur oder Umweltingenieurin? Was macht man dabei an der Universität? Welche Bausteine gehören zum Studium? Auf diese und viele andere Fragen gab es während der Sommerferien Antworten im Rahmen der Schüleruni Bauingenieurwesen und Umweltingenieurwissenschaften des Fachbereichs 3 an der RWTH Aachen. Eine Woche lang schnupperten 19 Schülerinnen und Schüler aus Aachen und Umgebung, aber auch weit angereist aus Polen und der Türkei, dabei in unterschiedliche Forschungsgebiete hinein.

Wie Verkehrsfluss simuliert wird, zeigten die Fachleute aus dem Bereich Stadtbauwesen und Stadtverkehr, Rekorde der Baukunst und Biegeversuche standen in der Versuchshalle des Massivbaus auf dem Programm. Auch das Institut für Geotechnik im Bauwesen zeigte mit einem Sandschaukelversuch die Umsetzung von Theorie in Praxis. Einen Einblick in die Dynamik von Bauwerken gab es bei den Kolleginnen und Kollegen des Gebiets Baustatik und Baudynamik, das Bauprojektmanagement stand im Mittelpunkt des Angebots des Lehrstuhls für Baubetrieb und Projektmanagement. Welche Gesichtspunkte beim Planen und Bauen noch berücksichtigt werden müssen, verdeutlichte das Quiz “Wer wird Diversinär” des Fachbereichs Gender und Diversity.

Eine Wasserralley durch die Versuchshalle des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft stand ebenso auf dem Programm wie eine Exkursion  mit dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft zur Kläranlage in Aachen Soers. Da die Schüleruni zwar in den Sommerferien, aber nicht in den Semesterferien stattfand, hatten die Teilnehmenden die Chance, eine Vorlesung des Lehr- und Forschungsgebiets Ingenieurhydrologie zu besuchen, um danach am Institut den Themenbereich Hochwasser mit zwei Computersimulationen und dem Bau einer realen Hochwasserschutzwand zu vertiefen.

Beim Unirundgang und beim Abschlussgrillen mit Fachschaft und Studienberatung gab es Gelegenheit, weitere Fragen zu klären und die Woche gemeinsam ausklingen zu lassen.

Schüler testen den Hochwasser-Ernstfall

Besuch aus dem Nachbarland – wie bereits in den Vorjahren waren Schülerinnen und Schüler des Bernadinus-College Heerlen beim Schülerlabor Waterlab des UNESCO Lehrstuhls für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management zu Gast.

Eine Woche lang schnupperten die Zehntklässler Universitätsluft und erkundenen mit Besuchen bei den RWTH-Schülerlaboren potentielle Studienfächer.

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Im Waterlab galt es dabei selbst aktiv zu werden. Im Mittelpunkt stand das Thema Hochwasser, Entstehung und Maßnahmen, dem sich die Schüler zunächst durch Filme und Recherche näherten. Ihre Ergebnisse zeigten sie in kleinen Präsentationen.

Dann wurde es erst : Beim Serious Game SeCom2.0 galt es, möglichst schnell und effektiv Hochwasserschutzwände am Rhein in Köln zu errichten, bevor die Stadt überflutet wird. Noch näher kam das Wasser dann zumindest virtuell bei der Computersimulation Schavis, bei der die Schülerinnen und Schüler Hab und Gut eines von Hochwasser bedrohten Hauses schützen mussten und einige Mal davon überrascht wurden,, wie schnell die Fluten stiegen und der Weg aus dem Keller versperrt war.

Kinderuni: Durch das Wasserrohr mit Trulli Tropf

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Haben die Dinosaurier bereits das gleiche Wasser getrunken wie wir? Wie viel davon vebraucht ein Kind? Und wer vernichtet in einer Kläranlage eigentlich den Schmutz im Wasser?

Antworten auf diese und andere wichtige Fragen “Rund um`s Wasser” gab es bei der diesjährigen Kinderuni mit Professor Heribert Nacken vom Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie und Leiter des UNESCO-Lehrstuhls für hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management. Im Audimax der RWTH konnten die Kinder mit roten, gelben und grünen Antwortkarten eifrig mitraten. Ja, die Dinosaurer badeten bereits in “unserem” Wasser, waren sich die meisten Kinder sicher, und den Schmutz vertilgen natürlich Bakterien. Schwieriger war es da, den richtigen Wasserverbrauch zu erraten, nämlich etwa 140 Liter am Tag.

Mit Filmen, Animationen und Experimenten verdeutlichte Professor Nacken den Kindern den Wasserkreislauf, die Oberflächenspannung und die verschiedenen Erscheinungsformen des Wassers.  So blies sich ein mit ein wenig Wasser gefüllter Ballon in der Mikrowelle plötzlich auf, und eine schwimmende Nadel wurde durch einen Tropfen Spülmittel versenkt. Die Comicfigur Trulli Tropf zeigte den Weg des Wassers durch die Kanalisation und die Kläranlage.

Auch die Wandlung der Bäche und Flüsse und die damit zusammenhängende Entstehung von Hochwasser waren Teil der 45-minütigen Vorlesung.

Fotos dazu finden Sie in unserer Bildergalerie.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie hier:

Fotos zur Kinderuni in den Aachener Nachrichten

Beitrag zur Kinderuni in den Aachener Nachrichten

Beitrag zur Kinderuni in der Aachener Zeitung

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