Schlagwort-Archiv: Hydrologischer Wandel

HydroChange-Lehrstuhl bei Genfer UNESCO-Treffen

Das UNITWIN-Programm der UNESCO feiert 25-jähriges Jubiläum. Seit das Programm 1992 gegründet wurde, hat die UNESCO Lehrstühle und UNITWIN-Netzwerke etabliert, die zum Ziel haben, Exzellenzschwerpunkte zu setzen, Wissen zu teilen, zur Nord-Süd-Süd-Zusammenarbeit beizutragen und eine Verbindung zwischen den Hochschulen, der Gesellschaft, den örtlichen Kommunen und den Entscheidungsträgern zu schaffen.

Mit der Veranstaltung “Mobilizing UNESCO Chairs in the NATURAL Sciences for Policy Action Towards the 2030 Agenda” wurde nun in Genf dem Jubiläum gedacht. Beim Treffen der UNESCO-Lehrstühle der Naturwissenschaften repräsentierte Dr. Hani Sewilam als stellvertretender Leiter den UNESCO Lehrstuhl für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management (Hydrochange) an der RWTH Aachen. Sein Fokus lag dabei auf den Aktivitäten des Lehrstuhls im Mittleren Osten und in Nordafrika.

Die HydroChange-Projekte spannen von der Integration der Wissensvermittlung zu nachhaltiger Entwicklung in öffentlichen Schulen in Ägypten über die Erstellung einer Wissensplattform zum Wasser-Energie-Nahrung-Nexus hin zur verschiedenen Graduate Programmen in Verbindung mit nachhaltiger Entwicklung und interdisziplinären Studien im Mittleren Osten sowie Aktivitäten an der GUTech Oman.

Das wichtigste Ergebnis der Zusammenkunft war der Genfer Meilenstein. Er soll als Vorlage für potentielle Aktivitäten und Kooperationswege der UNESCO Lehrstühle der Naturwissenschaften in enger Zusammenarbeit mit der UNESCO Familie und den nationalen Kommissionen der UNESCO dienen.

Der Fokus liegt auf den folgenden Gebieten: die Werte der UNESCO wahren, auf die Agenda 2013 fokussieren sowie auf Interdisziplinarität, Transdisziplinarität und Wissenschaft-Politik-Gesellschaft, die Zusammenarbeit fördern, Sichtbarkeit und Wissensaustausch verstärken. Eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Lehrstühle sowie des UESCO Sekretariats erarbeitet dazu bis Ende 2017 einen Aktionsplan, der den UNESCO-Lehrstühlen und Netzwerken der Naturwissenschaften zur Rücksprache vorgelegt wird.

Wassermangel und Hochwasser – Waterlab rund um Klimawandel

Was ihr Energieverbrauch, ihre Essgewohnheiten und ihr Kleidungsstil mit dem internationalen Wasserverbrauch  und dem Klimawandel zu tun haben, erfuhren 90 Schülerinnen und Schüler des Gymasiums Marienschule Euskirchen beim Schülerlabor Waterlab des UNESCO Lehrstuhls für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management. Die Jugendlichen waren eine Woche auf Exkursion, um sich über Gründe für und Auswirkungen des Klimawandels zu informieren und machten dabei einen Tag am Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie der RWTH Station.

Im Schülerlabor Waterlab ging es dabei zunächst um Ursachen und Auswirkungen des hydrologischen Wandels. Der Schwerpunkt virtuelles Wasser zeigte dabei, wie eigenes Konsumverhalten, etwa der Verbrauch von im Ausland produzierten Nahrungsmitteln oder das Tragen von Baumwoll-T-Shirts, in anderen Ländern zu Wasserknappheit führt.

WaterlabKlimawandelNeben dem Wassermangel als Folge des Klimawandels lag ein thematischer Schwerpunkt auch auf dem Thema Hochwasser. Hier mussten die Teilnehmenden unter anderem mit bei “Serious Games” am Computer ein Haus vor den Wassermassen schützen und den Bau von mobilen Schutzwänden gegen die Fluten in Köln koordinieren.

Neue Broschüre präsentiert deutsche UNESCO-Lehrstühle

Über 700 Institutionen in 115 Ländern sind Teil des UNITWIN/UNESCO Chairs-Programm, das den internationalen Wissensaustausch, die interuniversitäre Zusammenarbeit und den interkulturellen Dialog fördert. Die elf Deutschen UNESCO-Lehrstühle stellen ihre Forschung Lehre ganz in das Zeichen der nachhaltigen Entwicklung.

Eine neue Publikation der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) stellt diese Lehrstühle nun vor, darunter auch den Lehrstuhl für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management an der RWTH Aachen.

DeckblattPublDtUNLehrstühle