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Neuer Blended-Learning-Workshop an der GUTech

Studierende der GUTech (German University of Technology) in Oman beginnen das Wintersemester mit einer Pflichtveranstaltung zum Thema Blended Learning.

Professor Heribert Nacken, Rektoratsbeauftragter der RWTH Aachen für Blended Learning und Exploratory Teaching und Leiter des UNESCO Lehrstuhl der Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management, arbeitet dabei am 10. September mit den Teilnehmenden an den Themen Learning Analytics, Best-Practice-Beispiele für Blended Learning und dem Learning Managament System Moodle.

Blended-Learning-Kurs an der GUTech

Grundlagen des Blended Learning und E-Prüfungen stehen im Mittelpunkt des zweitägigen Kurses, den Professor Heribert Nacken, Rektoratsbeauftragter der RWTH Aachen für Blended Learning und Exploratory Teaching Space, sowie Mazdak Karami (RWTH Aachen Medien für die Lehre) am 5. und 6. September an der GUtech (German University of Technology) in Oman unterrichten werden.

Vermittelt werden dabei unter anderem Konzepte für Blended-Learning-Szenarien, Werkzeuge für E-Prüfungen sowie das Erstellen und der Einbau von Audio- und Video-Slides.

Die sieben Mythen der Digitalisierung

Mit sieben Mythen rund um die Digitalisierung beschäftigt sich ein Beitrag des Hochschulforums Digitalisierung, der auf einer Untersuchung des “National Forums for the Enhancement of Teaching and Learning in Higher Education” basiert.

Was ist dran an den hohen Erwartungen an die elektronische Lehre? Ist die oft ebenso hohe Skepsis berechtigt? Die sieben – positiven oder negativen – Mythen, so der Artikel, könnten einer Überprüfung durch evidenzbasierte Methoden nicht standhalten.

Mythos 1 sei die Erwartung, dass digitale Bildungsangebote die Kosten für die Lehre senken würden. Doch hohe Anfangskosten, wiederkehrende Trainings- und Unterstützungsmaßnahmen, im Idealfall kleine Gruppengrößen und hoher Arbeitsaufwand machten diese Rechnung zunichte.

Mythos 2, dass die Lehrenden durch die Digitalisierung verdrängt werden könnten, ließe sich ebenfalls nicht bestätigen. Ganz im Gegensatz dazu zeichne sich gute digitialisierte Lehre durch einen hohen Betreuungsaufwand, sorgfältigere Kursgestaltung und individuelles Feedback aus.

Haben alle Studierenden als so genannte „Digital Natives“ einen ähnlichen Zugang zum E-Learning, wie Mythos 3 behauptet? Auch lautet die Antwort nein. Die Studierenden seien viel zu unterschiedliche Lernertypen, um digitale Lehrangebote gleichermaßen zu nutzen.

Digitalisierte Lehre könne nicht das Niveau von Präsenslehre erreichen, so Mythos 4, zum Beispiel durch das fehlende persönliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden. Auch dem widerspricht der Beitrag. Es habe kein signifikanter Unterschied zwischen den Lernergebnissen von Online- und traditionellen Formaten gefunden werden können. Allerdings scheinen besonders gut designte Onlinekurse zu besseren Ergebnissen zu führen.

Dagegen könnten schlecht genutzte digitale Werkzeuge das Lernen sogar behindern: Die Abschlussraten vieler Onlinekurse seien gering, was meist an einem schlechten pädagogischen Ansatz liege, heißt es im Artikel, der daher auch mit Mythos 5 aufräumt, der die Digitalisierung als durchweg positiv glorifiziert.

Mythos 6 ist dagegen das andere Extrem: Digitalisierung sei in vielen Bereichen wichtig, spiele aber in der Bildung nur eine untergeordnete Rolle. Auch diese Annahme ließe sich nicht halten, so der Autor, denn die Digitalisierung habe bereits begonnen, die Bildungslandschaft grundlegend zu verändern.

Kommt sie, so Mythos 7, die unmittelbar bevorstehende digitale Revolution? Nein, die Revolution sei wohl eher eine Evolution, erst nach und nach lasse sich herausfinden, wie gute Online-Lehre gestaltet werden könne.