HKC feiert Jubiläum mit Fachtagung und Olympiade

Zehn Jahre Hochwasser Kompetenz Centrum (HKC) – das feiert der Verein am 21. und 22. September in Köln mit einer Jubiläums-Veranstaltung, die auch vom UNESCO Lehrstuhl für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management an der RWTH Aachen unterstützt wird. Unter dem Titel  “Hochwasser und Starkregen – Umgang mit Risiken in Zeiten des Klimawandels und der Verstädterung” stehen eine Fachtagung, ein Jubiläumsdinner und eine Hochwasser-Olympiade auf dem Programm.

Gestartet wird am Donnerstag, 21.9.,  im Kranhaus 1 am Rheinauhafen auf der Fachtagung mit Vorträgen und Diskussionen. Der erste Tag schließt am Abend mit einem festlichen Jubiläumsdinner und Livemusik am Schokobrunnen des Schokoladenmuseums.

An die Tagungsbeiträge am Freitag schließt sich ab 12.30 Uhr die öffentliche Hochwasser-Olympiade auf dem Harry-Blum-Platz an. Dabei werden verschiedene mobile Hochwasserschutzsysteme und ihre Vor- und Nachteile vorgestellt. Profis wie Angehörige des THW, der Stadtentwässerungsbetriebe Köln oder der Hochwasserschutz-Akademie kämpfen dabei gegen Amateure zum Beispiel Studierende der RWTH Aachen oder die Wirte der Kölner Altstadtlokale und versuchen, die Schutzsysteme am schnellsten auf und abzubauen.

Akteure und Zuschauer können sich dann noch bis 16 Uhr bei der begleitenden Ausstellung über viele weitere Schutzsysteme, Dienstleistungen der Rettungskräfte und andere ausführliche Informationen informieren.

HKC-Jubilaeum

HydroChange-Lehrstuhl bei Genfer UNESCO-Treffen

Das UNITWIN-Programm der UNESCO feiert 25-jähriges Jubiläum. Seit das Programm 1992 gegründet wurde, hat die UNESCO Lehrstühle und UNITWIN-Netzwerke etabliert, die zum Ziel haben, Exzellenzschwerpunkte zu setzen, Wissen zu teilen, zur Nord-Süd-Süd-Zusammenarbeit beizutragen und eine Verbindung zwischen den Hochschulen, der Gesellschaft, den örtlichen Kommunen und den Entscheidungsträgern zu schaffen.

Mit der Veranstaltung “Mobilizing UNESCO Chairs in the NATURAL Sciences for Policy Action Towards the 2030 Agenda” wurde nun in Genf dem Jubiläum gedacht. Beim Treffen der UNESCO-Lehrstühle der Naturwissenschaften repräsentierte Dr. Hani Sewilam als stellvertretender Leiter den UNESCO Lehrstuhl für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management (Hydrochange) an der RWTH Aachen. Sein Fokus lag dabei auf den Aktivitäten des Lehrstuhls im Mittleren Osten und in Nordafrika.

Die HydroChange-Projekte spannen von der Integration der Wissensvermittlung zu nachhaltiger Entwicklung in öffentlichen Schulen in Ägypten über die Erstellung einer Wissensplattform zum Wasser-Energie-Nahrung-Nexus hin zur verschiedenen Graduate Programmen in Verbindung mit nachhaltiger Entwicklung und interdisziplinären Studien im Mittleren Osten sowie Aktivitäten an der GUTech Oman.

Das wichtigste Ergebnis der Zusammenkunft war der Genfer Meilenstein. Er soll als Vorlage für potentielle Aktivitäten und Kooperationswege der UNESCO Lehrstühle der Naturwissenschaften in enger Zusammenarbeit mit der UNESCO Familie und den nationalen Kommissionen der UNESCO dienen.

Der Fokus liegt auf den folgenden Gebieten: die Werte der UNESCO wahren, auf die Agenda 2013 fokussieren sowie auf Interdisziplinarität, Transdisziplinarität und Wissenschaft-Politik-Gesellschaft, die Zusammenarbeit fördern, Sichtbarkeit und Wissensaustausch verstärken. Eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Lehrstühle sowie des UESCO Sekretariats erarbeitet dazu bis Ende 2017 einen Aktionsplan, der den UNESCO-Lehrstühlen und Netzwerken der Naturwissenschaften zur Rücksprache vorgelegt wird.

Schüler erkunden RWTH: Ferienuni beim Waterlab

Hochwasser statt Badestrand – Im Rahmen der MINT-Schüleruni, die Acht- bis Zehntklässern einen Einblick in die Schülerlabore und das Angebot der RWTH Aachen ermöglicht, stand in den Sommerferien auch das Waterlab des UNESCO Lehtstuhls für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management auf dem Programm.

Wegen der großen Nachfrage wurde die einwöchige Schüleruni dieses Jahr zweimal angeboten. Der Tag im Waterlab begann mit der Recherche zu Ursachen für und Maßnahmen gegen Hochwasser. Die Ergebnisse stellten die Teilnehmenden mit kleinen Präsentationen vor.

Ihre neuen Kentnisse ließen sich dann gleich bei zwei so genannten Serious Games anwenden. So mussten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel beim Computerspiel Secom2.0 koordinieren, wie das Technische Hilfswerk in Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr im Hochwasserfall in Köln mobile Schutzwände errichtet.

MINT-Schüleruni Gruppenbild